der Honig

Alle meine Honige sind unbehandelt und reine Naturprodukte. Ich lasse den Honig lediglich nach dem Schleudern durch ein Sieb laufen, damit keine Wachsteilchen im Honigglas landen. Nach einigen Tagen Ruhe bildet sich auf dem Honig außerdem eine Schaumschicht welche aus kleinsten Wachsteilchen, Honig und Sauerstoff besteht, diese Schicht schöpfe ich ab und benutze sie privat zum Kochen und Backen. Als nächstes wird der Honig schonend gerührt, wodurch er fein und gleichmäßig kristallisiert. Das Resultat ist leckerer cremiger Honig.

Da ich mit meinen Bienenvölkern nur in der Region wandere kann ich in der Regel keine Sortenhonige anbieten. Durch die verschieden Standorte und Erntetermine habe ich allerdings verschiedene Frühjahrs und Sommerblütenhonige mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen im Angebot.

Deutscher Blütenhonig oder exotischer Sortenhonig aus Mexico?

Die Zeiten in denen Honig als Luxusprodukt galt sind lange vorbei. Jeder Supermarkt bietet in der Regel eine Große Auswahl an Honigen und Sortenhonigen aus der ganzen Welt an. Im Verhältnis zu seiner aufwendigen Gewinnung ist Honig im Supermarkt meistens sogar spottbillig. Fast schon unanständig billig. Die Preisspanne im Supermarkt um die Ecke liegt zwischen unter 0,50 EUR und knapp unter 2,50 EUR für 100g. In dieser Spanne bietet der Supermarkt Handelsmarkenhonig (Mischung aus EG- und Nicht-EG-Ländern), dänischen Honig, französischen Lavendelhonig, deutschen Honig oder mexikanischen Biohonig an. Um nur einige wenige zu nennen. Erstaunlich: das regionalste Produkt ist nicht das teuerste aber auch weit vom günstigsten entfernt.

Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von etwa einem Kilo Honig, liegt Deutschland lt. dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft weltweit an der Spitze. Fast zwei Drittel aller Verbraucher essen regelmäßig Honig. Deutsche Imker tragen zum hiesigen Verbrauch aber nur gut 20% bei. Honig in Deutschland ist günstig und kommt aus der ganzen Welt. Zum Beispiel aus Mexiko, unserem wichtigsten Honiglieferanten (Destatis/2013)  noch vor Argentinien und China.

Laut einer Forsa-Umfrage ist es 78% der Verbraucher wichtig das ihr Honig aus Europa kommt. 73% geben an, dass sie beim Honig auf deutsche Produkte achten und 67% bevorzugen sogar Honig aus der Region – mehr als jeder Zweite. Komisch, dass das Honigregal da nicht mehr deutschen Honig anbietet.

Ich möchte niemandem sagen was er essen soll, aber wenn tatsächlich mehr als jeder Zweite deutschen Honig aus der Region bevorzugt, dann lohnt der Blick auf das Etikett. Und regionaler Honig ist nicht nur süß und lecker, er ist meiner Meinung nach auch das bessere Produkt.

Regionaler Honig kommt meistens direkt vom Imker. Der einzige Zwischenhändler ist oft der Supermarkt. Die Wege vom regionalen Imker zu dir sind unschlagbar kurz. Meistens gibt jeder Imker seine eigene Anschrift an, da weiß man wo der Honig herkommt. Wenn du einfach einmal hinfährst, zeigen die allermeisten Imker sicher gerne ihre Bienen wenn sie Zeit haben. Bei welchem Produkt ist das schon möglich? Heimischer Honig unterstützt die regionalen Imker, diese schützen die Bienen und die Bienen sind gut für die Natur, auch für deinen eigenen Apfelbaum.

Übrigens viele regionale Imker, wie ich, erfüllen einen Großteil oder sogar alle Vorschriften für Biohonig. Allerdings ist die Dokumentation zu aufwendig und die Gebühren, welche durch Kontrollen und Zertifizierungen entstehen, rechnen sich für kleine Imkereien nicht.

Im folgenden habe ich einmal meine kleine Imkerei und meine Bienenhaltung mit den EU Vorschriften für Biohonig verglichen. Meiner Meinung nach bin ich verdammt nah dran am Biohonig. Natürlich nicht zertifiziert, aber dafür aus der Region und nicht vom anderen Ende der Welt.

Was

EU Verordnung

Meine Imkerei

Standort der Bienenvölker

Im Umkreis von 3km sollen sich vorallem Biokulturen oder Wildpflanzen mit geringer Umweltbelastung befinden.

Dies ist in unserer Region schwer durchführbar. Denn Bienen fliegen bis zu 5km weit um von Pflanzen Pollen und Nektar zu sammeln. Bei Kulturpflanzen die von meinen Bienen stark angeflogen werden und in ihrer unmittelbaren Umgebung stehen, halte ich allerdings immer Rücksprache mit den bewirtschaftenden Landwirten, welche mich über anstehende Spritzungen informieren. An solchen Tagen schließe ich die Bienenstöcke rechtzeitig und halte die Belastung für Bienen und Honig so gering wie möglich.

Bienenstöcke

Aus natürlichen Materialien ohne Belastung von Umwelt und Imkereierzeugnissen.

Meine Bienenstöcke sind aus Holz und mit pflanzenölbasierten Lasuren gestrichen, pflanzen- und umweltfreundlich und frei von Lindan und PCP.

Wachs

Muss aus ökologischer/ biologischer Produktion stammen.

Ich kaufe nur rückstandsfreies Wachs aus zertifizierter biologischer Produktion wenn das Wachs aus meinem eigenen Wachskreislauf nicht reicht.

Bienengesundheit

Behandlung gegen die Varroamilbe nur mit organischen Säuren. Drohnenbrutentnahme nur zur Varroabekämpfung.

Wird genau so von mir praktiziert.

Winterfutter

Nur mit Biohonig, Biozucker oder Biozuckersirup.

Meine Bienen überwintern auf Zuckersirup aus Weizen garantiert frei von Gentechnisch veränderten Organismen.

Kontrolle

Mindestens einmal jährlich.

Entfällt

Dokumentation

Notwendig

Entfällt